Geschichte des Heimatvereins

Festschrift "75 Jahre Heimatverein Waltrop (1935-2010)"

Der nachfolgende Text stammt aus der Festschrift "75 Jahre Heimatverein Waltrop (1935-2010)", die am 20. Juni 2010 erschienen ist.

Die komplette Festschrift steht Ihnen hier zur Verfügung!

 

Geschichte des Heimatvereins Waltrop – Wie alles begann.

Bereits in den Jahren nach 1850 gab es Heimatfreunde in Waltrop, die den Heimatgedanken aktiv förderten und insbesondere erste schriftliche Zusammenfassungen der Entwicklung der Gemeinde Waltrop verfassten.

Zu nennen sind hier Pfarrer Gerhard Lorenz (1797-1876), der von 1834 bis 1876 Pfarrer der St.-Petrus- Pfarrkirche in Waltrop war, und insbesondere der Vikar Heinrich Dorfmüller. Dorfmüller wurde 1839 in Ibbenbüren geboren, verstarb 1909 in Waltrop und war an St. Peter Vikar von 1865 bis 1909. Er veröffentlichte in der „Zeitschrift der Vereine für Orts- und Heimatskunde im Veste und Kreise Recklinghausen“ in den Jahren zwischen 1893 und 1904 die ersten zusammenhängenden, fundierten „Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Waltrop mit Berücksichtigung des Vestes“.

Seine Veröffentlichungen, damals rund 250 Seiten, und rund 1.000 handschriftliche Seiten, insbesondere über die mittelalterliche Zeit und die adeligen Häuser im Kirchspiel Waltrop – sind im Herbst 2009 als Buch (mit Ergänzungen und Erläuterungen und einer Biografie) erschienen. Sehr aktiv war Dorfmüller auch im „Verein für Orts- und Heimatskunde im Veste und Kreise Recklinghausen“, dem heutigen „Arbeitskreis vestischer Geschichts- und Heimatvereine e.V.“, seit 1899 als Vorstandsmitglied.

1925 – Erste Aufrufe zur Sammlung von historischem Material

Ungefähr ab 1925 hatten sich Heimatfreunde in Waltrop mit dem Gedanken getragen, einen Heimatverein zu gründen. Vor allem der damalige Amtmann (1919-1934) Alfred Brockhausen (Bild links) war daran sehr interessiert. Er rief immer wieder auf, Bildmaterial, Urkunden, Schriften und Museumsgegenstände zu sammeln.

 

 

 

Geschichte des Heimatvereins Waltrop – Vereinsgründung im Jahr 1935

Am 18. Juni 1935 (sic!) war es dann endlich soweit: der „Verein für Orts- und Heimatkunde für den Amtsbezirk Waltrop“ wurde unter der Beteiligung von 14 Mitgliedern in der Wirtschaft Klems/Overthun in Waltrop gegründet.

 

Die 14 Gründungsmitglieder

(Hinweis: Unterstrichene Namen sind anklickbar, es erscheint ein Foto)

Vorsitzender wurde Amtsbürgermeister August Apffelstaedt, Geschäftsführer der Lehrer Philipp Müller, der noch im gleichen Jahr verstarb. Sein Nachfolger, Konrektor i. R. Konrad Grewe, trat mit etlichen heimatgeschichtlichen Veröffentlichungen hervor. Die Mitgliederzahl konnte in den ersten Jahren auf 49 in 1936 bzw. auf 96 in 1938 gesteigert werden, während 92 Mitglieder für 1940 verzeichnet sind.

Zeitungsartikel zum Heimatverein aus dem "Westfälischen Heimatbund", 1936

Die ersten Jahre

In den ersten Aufbaujahren des Vereins fanden Vorträge und insbesondere Ortsbesichtigungen („Begänge“) an geschichtsträchtigen Standorten statt. Ende 1937 wurde eine „plattdeutsche Bühne“ gegründet, die in den folgenden Jahren zahlreiche Aufführungen hatte.

Nachfolger als Vorsitzender wurde in den Jahren 1940 - 1945 der Amtsbürgermeister Paul Lassoff.

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